Verbandsgemeinde Flechtingen

Erxleben

Bürgermeister Jacobs, Gerhard
Sprechzeiten jeden Dienstag
16:00 - 18:00
Adresse

Telefon

Breite Straße 2

039054/986-220

 

Mit einer bewegenden Geschichte kann Erxleben aufwarten. Erxleben ist heute eine von zwei Außenstellen der Verbandsgemeinde Flechtingen.

Aufgrund einer Urkunde, welche von den Mönchen des Ludgeriklosters bei Helmstedt geschrieben wurde, konnte Erxleben im Jahr 1958 auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken. Aus dieser Urkunde lesen wir die Bezeichnung „Inarraxluuu“ und den Personennamen der Bauern, die dieses Land bewirtschafteten. Durch Großschreibung und ohne Worttrennung ist das 2. „u“ durch ein vokalisches „v“ dargestellt, was ausgesprochen „Arraxluvu“ heißt. Der Begründer des Ortes hieß „Arrax“ (heute Erich), die Nachsilbe (luvu) bedeutet so viel wie der Sitz der Laube. Später wurde die Stätte „Die Laube des Erichs“ genannt.

Es entwickelten sich im Laufe der Zeit hieraus verschiedene Namensformen, aus denen dann schließlich Erxleben wurde.

Das älteste Bauwerk ist der Hausmannsturm, im Jahre 920 von König Heinrich I errichtet.

Ursprünglich betrug die Höhe 28m. Heute ist er 43m hoch.

Auch das Aussehen hat sich im Laufe der Zeit verändert.

 

Seit 1282 waren das Schloss und die Burg im Besitz des Grafen von Alvensleben. Neben dem Hausmannsturm sind die wichtigsten Bauten das mit Fertigstellung im Jahre 1682 erneuerte dreigeschossige Vorderschloss mit Erker an der östlichen Schauseite. An der Hofseite steigen zwei Treppentürme und ein Treppenhaus aus Fachwerk am Gebäude empor. Rechtwinklig schließt sich das im Jahre 1563 erbaute sogenannte Hinterschloss an. Westlich davon wurde das alte Brauhaus in den Jahren 1556 bis 1563 zu einem Wohnhaus mit quadratischem Treppenturm umgebaut.

Eine Persönlichkeit von Erxleben, der Künstler und Wagnersänger Albert Niemann, wurde am 15.01.1831 im heutigen „Gasthaus zur Post" geboren. Er betrat die bedeutendsten Opernbühnen der Welt. Am 13.01.1917 verstarb er im Alter von 86 Jahren. Seinen Namen trägt die Sekundarschule in Erxleben.

Nicht vergessen werden sollte der Erxleber Erzähler, Günter Wahrendorf und sein Plattdeutscher Roman „Aantenflott und Räubensluck". Mit seinem Tod verlor die Literatur der niederdeutschen Sprache einen bedeutenden Vertreter.